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Man spricht deutsch, nicht für jeden ein Traum
Ich verfasse diese Bewertung, da ich mich selber von den äußerst positiven Bewertungen haben verleiten lassen diese Insel zu buchen und vor Ort enttäuscht wurde: Das Essen hat uns hinsichtlich Auswahl wie Qualität sehr enttäuscht. Die Mittagskarte listet Salate, Nudelgerichte sowie Pizzen, vergleichbar etwa mit einem deutschen Bistro. Darüber hinaus wird nur wenig asiatisches oder gar exotisches angeboten. Die abendlichen Menus bestätigen dieses Bild. Ab und zu tauchen Gerichte mit einem asiatischen Einschlag auf der Karte auf, der jedoch nicht immer hält was er verspricht. Damit also zur Qualität der Speisen: Fast bei jedem Gericht fehlten Gewürze. Das angekündigte Thymianrisotto kam ohne jeglichen Thymiangeschmack daher, die recht selbstbewusst mit ca. 35 US$ ausgepreisten Garnelen kamen einmal ohne Tamarinde, mal ohne Kokusmilch, nie jedoch mit der angekündigten Tamarinden Kokussmarinade. Pizza immer ohne Oregano usw. Absoluter Tiefpunkte waren Fischgerichte, wir haben erst nach 10 Tagen und somit vielen Versuchen aufgegebe3n Fisch zu ordern, letzlich blieb keine Wahl, denn der Fisch war immer viel zu trocken. Garzeitpunkte wurden nie eingehalten, offensichtlich wurde das Essen nicht a la minute zubereitet, sondern vorgegart und warmgehalten. Selbst ein red snapper starb in der Küche einen zweiten Tod und tauchte mit Kaugummi gleicher Konsistenz geschmacksneutral gewürzt auf unserem Tellern auf. Die Fleischgerichte waren qualitativ deutlich gelungener, etwa auf dem Niveau gut bürgerliche Küche trifft auf experementierfreudigen Jungkoch. Allerdings waren dieses Gerichte teilweise sehr winterlich, wie z. B. die schmackhafte Ente mit Rotkohl und Kartoffeln, komplettiert von heißem Apfelstrudel... Einzig das Frühstück und der gelistete östereichische Cabernet Sauvignon bereiteten uns Freude. Die Schnorchelmöglichkeiten am Hausriff sind wie bereits häufig berichtet sehr gut. Die angebotenen Ausflüge sind für Schnorchler uninteressant. Die Tauchschule kümmert sich gar nicht um Schnorchler und wirkt insgesamt sehr letargisch, verträumt. Auch gegen entsprechende Bezahlung, ja bei Anmietung eines kompletten Speed Bootes wollte und konnte man uns an interessante Plätze bringen. Später erfuhren wir, das Walhaie nur 15 Minuten Bootsfahrt entfernt zu sehen gewesen wären... Insgesamt hat uns typisch asiatisch exotischer Flair nicht nur beim Essen gefehlt, auch sonst stöte uns die deutsche Athmosphäre auf der Insel. Verantwortlich hierfür ist nicht allein die Tatsache das die Insel nahezu ausschliesslich von Deutschen und Schweitzern gebucht wird, sondern auch die deutsche Food and Beverage Mangerin, die mit ihrer zickig unflexiblen Art nicht nur uns, sondern auch andere Gäste nervte und auch für eine sehr verhaltene Stimmung beim Personal sorgte. Trotz trockener Witterung verneinte Sie unseren Wunsch nach einem Tisch unter freiem Himmel mehrfach. Die Präsentation der Suppen auf einer zum Blütenblatt gefalteten Serviette kommt mir aus einem Kurhotel in Bad Salzuflen bekannt vor... Alle Gäste nehem zwischen 19: 30 und 19: 45 im Restaurant platz, das dann bis zum Bersten gefüllt ist und eine merkwürdige, wenig heitere, sehr unlockere Atmosphäre verströmt. Deutlich haben wir den Unterschied bemerkt zwischen der Gesamtathmosphäre von Kandolhu und der von uns zuvor besuchten Insel Anantara Dhigu die in den genannten Belangen um Klassen besser abschneidet. Die Liegen am Strand sind fest einzelnen Gästen zugeordnet, können jedoch umgestellt werden. Allerdings gibt es für die Bewohner der Wasserbungalows keine Strandliegen, die Liegen sind genau abgezählt. Da wir unsere Terasse zwei Tage lang wegen stürmischem Windes nicht nutzen konnten hatten wir also ein Problem, schliesslich verbrachte man die Liegen von der Terasse unseres Wasserbungalows an den Strand.
Die Innenaustattung ist inkonsequent, eine Mischung aus teuren designamaturen im Bad und dem üblichen Kram von Ikea Asia, der den Schick der neuen Standardbungalows prägt.
Der Strand, der natürliche Bewuchs der Insel, das hervorragende Spa und das hervorragende Hausriff sind echte dicke Pluspunkte, wer gern unter deutschsprachigen Pärchen mittleren Alters seinen Urlaub bei gut bürgerlicher deutscher Küche mit einem modernen Toch verbringt wird sich auf Kandolhudu wohlfühlen. Vor Maledivern ist man auf der Insel fast sicher, das Personal rekrutiert sichüberwiegend aus Philipinas, Bangladeshis und natürlich den Deutschen... Ebenso kann man arglos an dem beim Frühstück stets präsenten maledivischen Curry, wahlweise mit trockenem Huhn oder Fisch, vorbeisehen. Zu großen Schnorchelabenteuern wird man nicht genötigt, die Tauschule rät von allem ab: Nachtschnorcheln? Ja da sieht man Tischkorallen, sonst aber sehr wenig... Mantas? Gibts manchmal auch am Hausriff, Touren für Schnorchler bieten wir nicht an... Eine ideale Gelegenheit mal richtig auszuspannen ohne Sprachbarieren, und ohne den Magen mit höllisch scharfen Speisen zu überfordern...
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